23. November


Immunokastration

Die Universität Hohenheim fasst zusammen (Quelle):

Folgende Alternativen sind derzeit in der Diskussion:

  • Ebermast  →  die Aufzucht unkastrierter Eber
  • Immunokastration  → Impfung gegen den Ebergeruch
  • Chirurgische Kastration unter Vollnarkose
  • Kastration mit örtlicher Betäubung

Nach einem Forschungsprojekt der Universität Hohenheim soll die Immunokastration von männlichen Ferkeln die beste Alternative hinsichtlich des Tierwohls sein. In diesem Projekt werden ökologische, ökonomische und soziale Aspekte untersucht.

pet animals pig domestic pig
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Die Immunokastration wird in Deutschland noch kaum praktiziert. Um das zu ändern, untersucht Prof. Dr. Volker Stefanski gemeinsam mit seinen Hohenheimer Kollegen sowie sieben Partner-Institutionen aus ganz Europa, wie sich die Methode optimieren lässt. Titel des Forschungsprojektes: SuSI – ein Kürzel für „Sustainability in Pork Production with Immunocastration“. Dass Immunokastration in Deutschland bisher kaum praktiziert wird, sieht Prof. Dr. Volker Stefanski vor allem in der mangelhaften Marktakzeptanz, denn Einzelhandel und Schlachtbetriebe lehnen die Produkte bisher meist ab. „Das Verfahren bedeutet außerdem eine Veränderung in der Produktionskette“, erläutert Prof. Dr. Stefanski. „Jetzt führt der Ferkelproduzent die Kastration durch, doch die Immunokastration findet später statt. Der Arbeitsschritt und die Kosten werden daher auf den Mäster übertragen – und diese Veränderung bringt Unsicherheit mit sich.“

Für weitere spannende Infos lest Euch die Pressemitteilung der Uni Hohenheim durch!

Habt Ihr schon den Forschungsfreitag vom 28. September gelesen? Dort könnt Ihr noch  mehr Informationen zum Thema „Kastration“ einholen. Viel Spaß beim Lesen und Nachdenken! 🙂

 


Zuchtwert gegen Mortellaro?

white cow in cattle house
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Forschern der Universität Halle haben nun das unterschiedliche Auftreten der Klauenkrankheit an dem Genom der Kühe festgemacht. Demnach weisen einige Tiere in ihrem Erbgut Sequenzen auf, die eine höhere Widerstandskraft aufweisen. In Zusammenarbeit mit den deutschen Zuchtorganisationen wurde eine genomsiche Zuchtwertschätzung DD control entwickelt. So soll Milchviehhaltern ermöglicht werden, mit einer gezielten Bullenwahl gegen Mortellaro züchterisch entgegenzugehen.

Weitere interessante Details erfahrt Ihr unter diesem Link, dort wird das Vorgehen genauer erläutert!

 


Der bittere Beigeschmack der Schokolade?

Laut der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) sind Kakaobäume sehr spezifisch, was die Wachstumsbedingungen angeht: innerhalb einer zonalen Verbreitung 20° nördlich und südlich des Äquators und in Bereichen mit konstanter Luftfeuchtigkeit und stetigem Regenfall. Mehr als die Hälfte der Kakaobohnen kommen gegenwärtig aus Westafrika. Dort soll die Durchschnittstemperatur bis 2050 um bis zu 3,8°C steigen. Das würde die Kakaoplantagen bewirtschaftenden Bauern zum Umsiedeln treiben, um in kühleren Gegenden zu wirtschaften. Allerdings sind diese Gegenden momentan noch Wälder und Wildschutzgebiete, in denen landwirtschaftliche Nutzung verboten ist. Ein Dilemma wird aufgezeigt: Schokolade anbauen, um dem Bedarf nachzukommen oder Naturschutzgebiete erhalten? (Quelle: Caitlin Morton)

chocolate with milted chocolate on white ceramic plate
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Forscher der University of California Berkely wollen den Kakaobaum mit CRISPR-Cas9 an die veränderten Bedingungen anpassen. Also doch nicht das Ende der beliebten Schokolade?

Die Wissenschaftler erwähnen jedoch auch, dass sich durch die Temperaturerhöhung die für Kakaobäume verfügbare Anbaufläche verringert und es unter Umständen zu einer schnelleren Ausbreitung von Krankheiten kommen könnte. Außerdem werden nicht nur in Westafrika in diesen speziellen Gegenden Kakao produziert, sondern zudem auch in der Karibik, in Indien und Australien. Daher dürfen sich die Schokoladenfans unter uns ein wenig zurücklehnen, nicht unbedingt entspannt, da der Temperaturanstieg nicht gerade zu einer produktiven Kakaoproduktion beiträgt – aber immer noch besser als ganz ohne Schokolade, oder? (Quelle: Katharina Wecker)

man hand fruit cocoa
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Was sagt ihr dazu? Sollten wir Pflanzen und Tiere an die zukünftigen Bedingungen auf der Erde anpassen oder aktiv gegen die Erderwärmung vorgehen? Oder beides?

Ein „Drama in fünf Akten“ gefällig? So oder so ähnlich … Falls sich jemand auch außerhalb der Wissenschaft mit diesem Thema beschäftigen mag, kann dies populärkulturell in diesem Buch tun. Dort wird das Drama um die Schokolade und die Kakaobohnen-Produktion als Grundlage einer spannenden Geschichte verwendet. Wirtschaftliche und soziale Aspekte des Kakao-Geschäfts werden durchaus kritisch beleuchtet und bilden das Gerüst für die spannende Story. Haben wir Interesse geweckt? Hier geht es zur Leseprobe!

 


person holding black pen and book near pink ceramic mug
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Was geht Euch zu den Themen durch den Kopf? Verfasst weiter unten einfach einen Kommentar oder schickt uns eine Mail.

Wenn Ihr uns interessante Themen mitteilen oder mehr über ein bestimmtes Thema lesen wollt, gebt uns Bescheid! Wir freuen uns über Inspiration und Rückmeldungen.

🙂

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