1. März 2019


Schwein gehabt?

Die regelmäßigen Mensa-Besucher werden es vermutlich schon gesehen haben: am Montag gab es „Ofenfrischen Kasseler Rippenbraten vom Strohschwein mit Waldhonigkruste“. Ja, was ist denn „Strohschwein“? Für alle, die das noch nicht kannten/ kennen, haben wir hier eine kleine Informationssammlung zusammengestellt. Bei dem Projekt geht es um die Aspekte Regionalität, Tiergesundheit, Tierwohl und Nachhaltigkeit. Die Schweine werden konventionell gehalten, laufen jedoch zum Teil auf planbefestigtem Boden und Stroh und haben etwas Auslauf. Dazu sollen die Transportwege möglichst kurz und stressfrei sein.

Die „Strohschweine-Woche“ findet in den Mensen des Studentenwerks Göttingen vom 25.02. bis 1.3. statt. Mehr Infos findet ihr unter auf der Homepage des Studenwerks!

Ganz nach dem Motto: „Stroh macht Schweine froh“! … Aber auch den Landwirt?

Passen zum Thema Stroh und Schwein gibt es eine Göttinger Studie, in der erforscht wird, wie Verbraucher Tierfotos wahrnehmen. Die Pressemitteilung findet ihr hier.


Das Verschwinden der Insekten

Die Universität Sydney berichtet über Studien, die herausgefunden haben, dass Ameisen und Käfer achtmal schneller verschwinden würden als Säugetiere, Vögel oder Reptilien. Faktoren des Verschwindens seien:

  • Verlust der Habitate durch Landwirtschaft, Verstädterung und Waldrodungen
  • steigender Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln und Düngern weltweit und chemische Kontaminationen
  • invasive Arten und Pathogene
  • Klimwandel, vor allem in tropischen Regionen
Photo by Pixabay on Pexels.com

Demnach soll es durch steigende Temperaturen in Deutschland zu vermehrtem Auftreten an fliegenden Insekten kommen und weniger tropische Wälder in Puerto Rico geben.

Forscher befürchten, dass das Verschwinden von Insekten dazu führen könnte, dass deren Prädatoren aussterben und im Umkehrschluss die Insekten dann zu Plagen werden, weil es keine Fressfeinde mehr gibt.

Mehr Details könnt ihr in der Pressemitteilung der Universität Sydney erfahren. Dort wird noch aufgeführt, warum Insekten so wichtig für uns und die Landwirtschaft ist. Das Paper der Studie findet Ihr hier.


Weniger Pestizide konsumieren?

Civil eats berichtet über eine amerikanische Studie, die erforscht, inwiefern man sich über eine ökologische Ernährung dem Kontakt mit Pestiziden entziehen könnte. Die Studie wurde in Environmental Research veröffentlicht. Demnach sollen Familien, die sich ausschließlich von ökologisch produzierten Lebensmittel ernährt haben, im Durchschnitt 60% weniger bezüglich vier Gruppen von Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt gewesen sein.

Photo by Pixabay on Pexels.com

Für Glyphosat sollen gerade noch Methoden entwickelt werden, die das Totalherbizid nachweisen sollen, obwohl es Studien gibt, die bereits Glyphosat in Lebensmitteln nachgewiesen haben.

In dem Artikel werden außerdem noch politische Aspekte beleuchtet, die vor allem darauf hinauslaufen, dass die Öko-Landwirtschaft mehr subventioniert werden sollte, als sie es jetzt wird, damit die Kosten für die Landwirte sinken und im Endeffekt die Produkte erschwinglicher für den Konsumenten werden. Im letzten Satz des Artikels wird darauf hingewiesen, dass man entweder den Landwirt oder den Arzt bezahlt.

Weitere Details erfahrt Ihr in dem Artikel von Civil Eats.

Die erwähnte Studie findet ihr hier.


Raus mit Euch!

Photo by Jonas Mohamadi on Pexels.com

Diesen Satz hat man als Kind wohl des Öfteren gehört – und das zurecht, wie die Universität in Aarhus berichtet. Demnach sollen Kinder, die in grüner Umgebung aufgewachsen sind, zu 55% weniger gefährdet sein, mentale Krankheiten zu erleiden. Dazu wurden Satelliten-Daten von 1985-2013 verwendet, um die Umgebung mit der Rate an mentalen Erkrankungen zu vergleichen. Es wurde herausgefunden, dass eine grüne Umwelt unter anderem die physische Aktivität erhöht und wohl auch die Entwicklung des Denkvermögens bei Kindern positiv beeinflusst.

Es wird überlegt, ob eine natürliche Umwelt nicht generell eine größere Rolle für die mentale Gesundheit spielt. Dieses Wissen soll zukünftig noch stärker in der Stadtplanung berücksichtigt werden, um Kindern und Erwachsenen ein natürlicheres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

Den gesamten Artikel der Universität Aarhus könnt ihr hier nachlesen.


 

 

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Ein Gedanke zu „1. März 2019

  1. […] von Schweinen, die in der Region auf Stroh leben, in den Mensen der Göttinger Universität. Was es mit dem Strohschwein auf sich hat, erfahrt ihr in einem unserer vergangenen Forschungsfreitag…. Das Studentenwerk Göttingen hat ihr Vorhaben auf ihrer Homepage […]

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