Fünf Fragen an…

Sebastian Streit, Doktorand in der Abteilung für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz

1. Können Sie Ihre momentane Forschung in maximal 10 Zeilen zusammenfassen?


Inokulation durch Sprühinokulation auf Blätter mittels Sporensuspension

Im Rahmen meines Promotionsvorhabens beabsichtige ich ein Entscheidungshilfesystem zur gezielten Bekämpfung zweier Blattkrankheiten im Mais für die landwirtschaftliche Praxis zu entwickeln. Dazu untersuche ich, inwieweit sich die beiden wichtigsten pilzlichen Schaderreger an Maisblättern (Kabatiella-Augenfleckenkrankheit und Turcicum-Blattdürre) unter deutschen Klimabedingungen entwickeln und mit welchen Ertragseinbußen der Landwirt letztlich zu rechnen hat. Darüber hinaus untersuche ich den Einfluss agronomischer Anbaufaktoren wie Sortenwahl, Bodenbearbeitung und Fruchtfolge auf das Auftreten der beiden Krankheiten. Nahezu alle Untersuchungen erfolgen dabei in Feldversuchen an drei klimatisch unterschiedlichen Standorten in Deutschland.

2. Was und wen wollen Sie mit Ihrer Arbeit erreichen?


  In-vitro Kultivierung der Pilze an einer Sterilbank

Hauptziel meiner Arbeit ist es, ein schadschwellenbasiertes und risikokorrigiertes Entscheidungshilfesystem für die beiden Blattkrankheiten im Mais zu entwickeln, welches nach Abschluss meiner Arbeit unmittelbar den Landwirten und Berater zur Validierung unter Praxisbedingungen zur Verfügung gestellt werden soll.

Pilzliche Schaderreger an Maisblättern können zu ernstzunehmenden Ertragsausfällen führen, wenn sie die Maispflanzen befallen. Die genaue Erforschung dieses Zusammenhangs und die Untersuchung der relativen Bedeutung einzelner agronomischer Anbaufaktoren stellt daher – im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes – einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Management im Maisanbau dar.

3. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?


Inokulation durch Sprühinokulation auf Blätter mittels Sporensuspension

Sommer- und Winterarbeitstage unterscheiden sich bei mir stark. Im Sommerhalbjahr bin ich fast jeden Tag draußen bei meinen Feldversuchen. Im Feld erhebe ich kontinuierlich eine ganze Reihe unterschiedlichster Parametern an den Pflanzen. Im Winterhalbjahr stehen Versuche im Gewächshaus an, sowie die Aufbereitung und Präsentation der im Sommer erhobenen Daten. Aus diesen Erkenntnissen leiten sich dann häufig Versuche mit weitergehenden oder gänzlich neuen Fragestellungen ab.

4. Wo findet man Sie, wenn Sie nicht an der Universität sind?

In Feld und Flur beim Joggen oder in den Bergen beim Wandern oder Skifahren.

5. Was war Ihr Berufswunsch als Erstklässler?

Feuerwehrmann. Als aktives Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr konnte ich diesen Wunsch ansatzweise auch realisieren.


Vor einem Feldversuch im LK Regensburg

Bonitur zur Körnerreife im Körnermais

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