16. August 2019


Lang lebe das Sperma!

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Die Schwedische Universität  für Agrarwissenschaften (SLU) berichtet, dass Forscher*innen die Lebensdauer und die Qualität der Samenzellen von Schafen verlängern bzw. verbessern können. Das Sperma von Schafen reagiere aufgrund dessen Zusammensetzung empfindlicher auf Kälteeinwirkung, sodass es bei gefrorenem Sperma zu geringeren Befruchtungen von Eizellen kommen soll. Eine spezielle Zentrifugation soll Abhilfe schaffen und dem Sperma eine bessere Qualität und Lebensdauer verleihen, sodass das Sperma für die künstliche Befruchtung eingesetzt werden kann.

Weitere Details erfahrt ihr in der Pressemitteilung der SLU, über diesen Link könnt ihr euch auch die Publikation ansehen.


Das HACCP-Konzept wird 60 Jahre alt

Das HACCP-Konzept – die Mutter aller Lebensmittelkontrollsysteme – ist fester Bestandteil der QS-Anforderungen und wird in diesem Jahr 60 Jahre alt! Kaum zu glauben, aber dieses weltweit verbreitete Konzept stammt ursprünglich aus der Weltraumforschung.  

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HACCP ist die Abkürzung für Hazard Analysis and Critical Control Points und bedeutet wörtlich übersetzt: Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte. Die Grundlagen für das Konzept wurden 1959 von der NASA geschaffen und in den folgenden Jahren weiterentwickelt. Ziel war es Richtlinien zur Herstellung, Lagerung und Verarbeitung von 100% sicherer, sowie weltraumgeeigneter Astronautennahrung zu erarbeiten. Die damaligen Konzepte zur Fehlervermeidung hatten ihren Ursprung im Maschinenbau und waren für die Lebensmittelproduktion nicht geeignet. Aus diesem Grund entschied man sich für ein Präventivkonzept, das man durch eine sehr genaue Dokumentation transparent und nachvollziehbar machte. Zunächst bereitete die Ermittlung von Gefahren und deren Risikobewertung Schwierigkeiten, da es an Erfahrung fehlte.

Die Pressemitteilung von QS findet Ihr hier.


Untergrund-Bewegung

Ein internationales Forscherteam um den Zellbiologen Assoc. Prof. Dr. Jürgen Kleine-Vehn von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) hat herausgefunden, wie Pflanzen entscheiden ob sie ihr Wurzelsystem entweder tief oder flach in den Boden bohren. Sie konnten aufzeigen, dass zwei Pflanzenhormone für die Steuerung der Wuchsrichtung verantwortlich sind. Diese Grundlagenforschung könnte in Zukunft Lösungen für Bewässerungsprobleme oder unterirdische Konkurrenzen unter Nutzpflanzen liefern.

Foto: Lena Kaatz

Wurzeln wachsen auch noch in der modernen Forschung nach unten, es gibt aber doch feine Unterschiede. Die sogenannte Hauptwurzel wächst in der Tat meist nach unten und somit der Gravitation entgegen. Die Wurzel ist aber hochgradig verzweigt und die Seitenwurzeln kümmern sich scheinbar weniger um ein positiv gravitropisches Wachstum. Sie haben eine Wuchsrichtung die es ihnen erlaubt, sich von der Hauptwurzel zu entfernen. Aber auch in der Seitenwurzel gibt es den Botenstoff Auxin, der diesen Wurzeln anzeigt gravitropisch zu wachsen. Diese Antwort wird allerdings unterdrückt. Die im Vergleich zur Hauptwurzel veränderte Antwort erlaubt es Pflanzen sich überhaupt flächendeckend in ihrem Substrat auszudehnen. Die Wiener Forschung beschreibt auf zellulärer Ebene wie die Auxin-Antwort in der Spitze der Seitenwurzeln gezielt aufgehoben wird. Dabei kamen sehr aufwendige populationsgenetische, biochemische und mikroskopische Verfahren zur Anwendung. 

Wenn ihr mehr zu der Wirkung von Auxin und Cytokin auf das Wurzelwachstum lesen möchtet, folgt dem Link zu der Pressemitteilung der BOKU Wien. Dort findet ihr auch einen Link zu der Publikation.


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