11. Oktober 2019


Forscherteam entschlüsselt Genom des Sojabohnenrost

Der Asiatische Sojabohnenrost, den der Pilz Phakopsora pachyrhizi verursacht, ist für Sojabohnenproduzenten eine riesige Herausforderung. Unter klimatischen Bedingungen, die für den Erreger günstig sind, kann diese verheerende Krankheit zu Ertragsverlusten von bis zu 90 Prozent führen, wenn sie nicht bekämpft wird. Allein in Brasilien, wo jährlich ungefähr 192 Millionen Tonnen Sojabohnen produziert werden (Bruttoproduktionswert: 61,4 Milliarden US-Dollar), übersteigen die Pflanzenschutzkosten für die Landwirte bereits jetzt 2 Mrd. US-Dollar pro Saison. Einem weltweiten Konsortium mit Beteiligung der RWTH Aachen und der Universität Hohenheim in Stuttgart ist es nun gelungen, das komplexe Genom des Erregers vollkommen zu entschlüsseln. Die Mitglieder des Konsortiums hoffen, dass durch die Erkenntnisse neue Strategien entwickelt werden können, um den Schaderreger zu bekämpfen.

Meilenstein bei der Bekämpfung des Asiatischen Sojabohnenrosts: Internationales Forschungsteam entschlüsselt Erreger-Genom | Bildquelle: Universität Hohenheim / Sacha Dauphin

Ihr wollt mehr erfahren? Ruft die Pressemitteilung der Universität Hohenheim auf, in der weitere Informationen für euch bereit gestellt werden.


Fließgewässer nachhaltiger schützen

Photo by Felix Mittermeier on Pexels.com

Mitte September fand auf Einladung der Universität für Bodenkultur (BOKU) das „Biennal Symposium of International Society for River Science“ (ISRS) in Wien statt. Mehr als 270 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 30 Nationen tauschten ihre Forschungsergebnisse über die Entwicklung der Gewässer aus. Angesichts der Tatsache, dass der Klimawandel zu einer veränderten Wasserverfügbarkeit – auch in Österreich – führen wird, wäre der Schutz von Flüssen und Seen ein dringendes Anliegen. Ist es aber (noch) nicht. Studien belegen, dass seit 1970 der Artenreichtum von Süßwasserlebewesen um 83 Prozent  zurückgegangen ist. „Beängstigend ist auch die Geschwindigkeit des Artensterbens“, betont Thomas Hein, Institutsvorstand für Hydrobiologie und Gewässermanagement an der BOKU. „Wenn wir nichts ändern, werden noch viele weitere Spezies in den nächsten Jahrzehnten verschwunden sein – teilweise noch, bevor wir sie überhaupt erforschen konnten.“ 

Lösungen müssen dort ansetzen, wo es um echte Nachhaltigkeit bei der Umsetzung von technischen Möglichkeiten geht. „In der Hydrobiologie gilt es, umweltfreundliche und nachhaltige Energiegewinnung im Spannungsfeld von Biodiversitätsverlust und Lebensraumzerstörung zu sehen. Es geht um Lösungen, die Gewässernutzung und den Lebensraum für Wasserorganismen gleichermaßen berücksichtigen“, so Institutsvorstand Hein. „Der wohl wichtigste Lösungsansatz, wenn es um den immer größer werdenden Energiebedarf geht, ist, das eigene Konsumverhalten zu überdenken!“

Wenn ihr mehr erfahren wollt, lest Details in der Pressemitteilung der BoKu Wien nach.


Präbiotika in Pferdeernährung

Photo by Kaboompics .com on Pexels.com

Präbiotika werden häufig dem Futter von Pferden zugesetzt, um deren Gesundheit zu fördern. Dabei handelt es sich um unverdauliche Ballaststoffe, die das Wachstum und die Aktivität bestimmter, gesundheitsförderlicher Bakterien im Dickdarm anregen können. „Pferde haben ein relativ kleines, artenarmes Kernmikrobiom und sind deshalb sehr anfällig für Störungen der Verdauung“, sagt Prof. Dr. Annette Zeyner, Professorin für Tierernährung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Ob der Einsatz von Präbiotika aber in der Realität immer zu den gewünschten Effekten führt, sei bislang nicht ausreichend erforscht, so die Wissenschaftlerin weiter. In Kooperation mit Prof. Dr. Gerhard Breves von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) ist ihre Arbeitsgruppe dieser Frage nachgegangen.

Ergebnisse des Projekts zeigen, dass Präbiotika nur begrenzt dabei helfen, die Darmflora von Pferden zu stabilisieren. Handelsübliche Präparate werden bei den Tieren bereits im Magen teilweise abgebaut und können so sogar zu einer Entzündung der Magenschleimhaut führen. Das haben Forschende der MLU und der TiHo herausgefunden. Das Team schlägt deshalb vor, präbiotische Nahrungsergänzungsmittel so aufzubereiten, dass sie erst im Dickdarm wirken können. Die Studie erschien kürzlich in der Fachzeitschrift „PLOS ONE“.

Für weitere Details lest ihr die Pressemitteilung der MLU.


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