Fünf Fragen an…

Prof. Dr. Stefan Siebert, Leiter der Abteilung Pflanzenbau des Departments für Nutzpflanzenwissenschaften

1. Können Sie Ihre momentane Forschung kurz zusammenfassen?

Luftbild eines Winterweizenexperiments am Reinshof

Unsere Forschung ist sehr breit angelegt. Wir untersuchen wie pflanzliche Produktionssysteme angepasst werden können um zu einer nachhaltigeren Nutzung natürlicher Ressourcen bei möglichst hoher Produktivität beizutragen. Konkret z.B. wie das Management von Pflanzenbestände an Stressfaktoren angepasst werden kann, wie Nährstoffverluste und Treibhausgasemissionen verringert werden können und damit natürliche Ressourcen wie Wasser, Nährstoffe und Strahlung effizienter genutzt werden. Dabei arbeiten wir auf unterschiedlichen räumlichen Skalen, von Topfversuchen in Klimakammern zur Erforschung der Wirkungen von Hitze- und Trockenstress an einzelnen Pflanzen bis zur Entwicklung von globalskaligen Modellen zur Simulation von Dürrerisiken.

2. Was und wen wollen Sie mit Ihrer Arbeit erreichen?

Beregnungsversuch in Deppoldshausen

Durch Erforschung von Zusammenhängen und Wirkungsmechanismen oder die Bereitstellung umfangreicher Datensätze oder Software erzeugen wir Informationen und Werkzeuge, die andere Menschen vielseitig nutzen. Dies ist einerseits die internationale Wissenschaftcommunity, die unsere Erkenntnisse aufnimmt oder unsere Datensätze und Modelle in der eigenen Forschung weiterverwendet. Aber auch Politiker, Ministerien, Verbände oder Landwirte nutzen die Informationen, um nötige Entscheidungen wissensbasiert treffen zu können. Also aus meiner Perspektive besteht die gesellschaftliche Aufgabe der Wissenschaft nicht darin andere zu belehren oder Ihnen zu sagen was Sie zu tun haben, sondern vielmehr darin Wissen bereitzustellen, damit andere ihre eigenen Entscheidungen besser treffen können.

3. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Am Morgen als erstes einen guten Kaffee, am Abend ein selbst bereitetes Essen. Die Aktivitäten dazwischen sind jeden Tag anders. Einen typischen Arbeitstag gibt es für Professoren heute nicht mehr, dazu sind die Aufgaben und Anforderungen zu vielseitig.

4. Wo findet man Sie, wenn Sie nicht an der Universität sind?

Am Wochenende häufig bei meiner Familie in Bonn oder in den Bergen. Beim Bergsteigen bekomme ich den Kopf am besten wieder frei. Das ist immer mal nötig, um für neue Gedanken Platz zu schaffen.

Freizeit am Grand Paradiso

5. Was war Ihr Berufswunsch als Erstklässler?

Wenn ich mich recht erinnere Förster. Der Förster an meinem damaligen Wohnort ist fast täglich mit seinem Hund auf seinen Inspektionsgängen im Wald unterwegs gewesen. Da ich Hunde sehr mochte, erschien mir diese Tätigkeit sehr attraktiv.

Dr. Seibert am 28.05.2013 Foto: Volker Lannert D4D_5736

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