25. Oktober 2019


Hornloser Bulle durch Genom-Edierung

Ein behornter Bulle der Kontrollgruppe wird von zwei hornlosen Nachkommen des genomeditierten Bullen flankiert. (Alison Van Eenennaam/UC Davis)

Ein Forscherteam der UC Davis forscht an Nachkommen von Milchvieh und berichtet nun über einen genomeditierten Bullen, der hornlose Nachkommen hervorbringt. Die Technologie soll eine Alternative zum kommerziellen Enthornen von Kälbern, das in der Kritik bezüglich Tierwohl steht, sein. Die Nachkommen des Bullen sollen nach Untersuchungen der Forscher gesund sein, die Gene wurden auf unerwartete Veränderungen untersucht.

Warum werden Kälber überhaupt enthornt? Insbesondere Kälber von Milchvieh werden häufig enthornt, da die Tiere ohne Hörner für die Landwirte und ihre Stallgenossen eine geringere Gefahr darstellen und die Tiere weniger aggressiv sind. Da das Enthornen aber im Zusammenhang mit Schmerzen beim Kalb steht, sei die Genom-Edierung laut Van Eenennaam, Ko-Autorin der Studie, die schmerzlose Alternative zum Enthornen, bei der eine natürlich auftretende genetische Varianz, wie z. B. in der Rasse Angus, in das Genom einer horntragenden Rasse eingeführt wird.

Weitere Informationen:


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Apropos Biotechnologie! Ihr kennt doch sicherlich CRISPR-Cas, oder? Am 7. November 2019 wird die Dokumentation „Human Nature – Die CRISPR Revolution“ das erste Mal in deutschen Kinos ausgestrahlt. Den Trailer zu dem Film könnt ihr euch hier ansehen. Falls ihr reiselustig seid und euch nach dem Ansehen des Films mit Experten unterhalten wollt, besucht die Uni Bonn, die anlässlich des Films ein Event startet. Alle Informationen könnt ihr in deren Pressemitteilung nachlesen.


Deutsche Lebensmittel weiterhin beliebt

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat dem Bundeskabinett in dieser Woche den Agrarpolitischen Bericht der Bundesregierung vorgestellt. 

Der Bericht, der alle vier Jahre vorgelegt wird, analysiert die Entwicklung der Landwirtschaft und dokumentiert agrarpolitische Vorhaben der Bundesregierung. Die detaillierten Fakten unter anderem über die Einkommensentwicklung bilden den Zeitraum von 2015 bis 2019 ab. 

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Der Agrarpolitische Bericht belegt, dass die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft einen wichtigen wirtschaftlichen Beitrag für unsere Volkswirtschaft leistet: 4,7 Millionen Menschen erwirtschaften eine Bruttowertschöpfung von rund 194 Milliarden Euro. Das sind rund 6,6 Prozent der Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche. 

‚Made in Germany‘ ist auch in der Landwirtschaft beliebt. Ein Drittel der landwirtschaftlichen Produktion geht in den Export. Und die Landtechnikindustrie erlöse etwa drei von vier Euro im Export. 

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner macht deutlich: „Unsere Landwirtschaft ist breit und gut aufgestellt und unsere Lebensmittel werden weltweit nachgefragt. Jeder neunte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt an der Landwirtschaft. Die Basis für unsere erfolgreiche Landwirtschaft ist die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern und die vielfältige Agrarstruktur in Deutschland. Diese Diversifizierung hilft dabei, die Landwirtschaft abzusichern, was Schwankungen zum Beispiel bei der Ernte durch extreme Wetterereignisse oder beim Preis durch Handelshemmnisse betrifft.“

Weitere Informationen:


Vertical Farming

Die Hochschule Osnabrück plant ein neues Forschungszentrum zu erbauen:

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Klimawandel, Urbanisierung und Umweltverschmutzung sind nur einige Herausforderungen, denen die Agrar- und Gartenbaubranche mit innovativen Lösungen begegnen muss. Wie können Menschen in urbanen Räumen trotz dieser Herausforderungen auch zukünftig mit regional erzeugten Lebensmitteln versorgt werden? Um neue, zukunftsorientierte Kultursysteme und -räume zu erforschen, soll am Campus Haste ein neues Forschungszentrum „Agrarsysteme der Zukunft“ entstehen. Der Haushaltsausschuss des Niedersächsischen Landtags genehmigte die Bereitstellung der Fördermittel für den geplanten Bau in seiner Sitzung am 16. Oktober 2019.

„Emissionen mindern und Ressourcen effizienter einsetzen – das sind die großen Herausforderungen, die die Landwirtschaft angesichts des Klimawandels in Angriff nehmen muss“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. Mit dem Neubau des Forschungszentrums Agrarsysteme der Zukunft schaffen wir eine moderne Forschungsinfrastruktur, die angewandte Forschung zu zukunftsweisenden Agrarsystemen auf höchstem Niveau ermöglicht. Ich freue mich, dass wir die dynamischen Entwicklung der Hochschule Osnabrück auf diesem Gebiet vorantreiben können.“

Weitere Informationen:


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