Architektur für Schweine

Vom Stall zur Theke – Tierwohl bis zum Ende gedacht

Die Diskussion um angemessene Bedingungen für die Haltung von Tieren kann nicht an der Stalltür aufhören. Während die Stallhaltung auf unterschiedlichen Ebenen in der Öffentlichkeit diskutiert wird, bleibt die Schlachtung von Tieren dagegen weitgehend ausgeblendet und entzieht sich fast vollständig der Wahrnehmung.

Im Sommersemester 2019 lobte die Stiftung LV Münster gemeinsam mit dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e. V. (KTBL) einen Ideenwettbewerb für Studierende der Architektur aus. Die Wettbewerbsaufgabe mit dem Titel „Vom Stall zur Theke – Tierwohl bis zum Ende gedacht“ umfasste den Entwurf eines zukunftsorientierten und tiergerechten Mastschweinestalls für 500 Tiere, eines Schlachthauses sowie eines Gebäudes für die Direktvermarktung.

Für den Bereich der Schlachtung betreute Erwin Tönges der Universität Göttingen den Ideenwettbewerb mit. Im Rahmen eines Webinars hielt er einen Vortrag zum Thema „Schlachtmethoden – Tiergerechtheit – Schlachthygiene aus Sicht der Praxis“. Darüber hinaus wirkte er als „Experte für den Bereich Schlachtung“ an einem Workshop für die Studierenden mit und begleitete den Wettbewerb über den gesamten Projektzeitraum in allen Angelegenheiten zum Thema Schlachtung.

Ende September hatten 49 Studierende der Architekturfakultäten der TU Braunschweig, der TU Darmstadt, der TU München und der Universität Stuttgart ihre Entwurfspläne eingereicht. Daraus wählte eine Jury aus Architekten und Agrarexperten sieben preiswürdige Arbeiten aus.

Der 1. Preis ging an Katharina Münch (TU Darmstadt),

der 2. Preis an Jakob Köppel und Benedikt Stoib (TU München)

und der 3. Preis an Jessica Vetter und Pepe Fritz (Universität Stuttgart).

Anerkennungen erhielten Sophia Richwien und Verena Klotzner (TU München)

sowie Matthias Delueg und Christoph Ammer (TU München).

Zudem gab es lobende Erwähnungen für die Arbeiten von Mengyue Feng und Guisong Zhang (TU Braunschweig)

und Xiarong Yu (TU Darmstadt).

Insgesamt wurde eine Preissumme von 6.500 Euro vergeben.


Die hohe Qualität der Arbeiten und die Relevanz des Themas zeigt sich auch am Interesse des Aedes Architekturforums in Berlin. Dort werden die Pläne und Modelle der Preisträger in einer sehenswerten Ausstellung vom 18. Januar bis 5. März 2020 präsentiert.


Der Wettbewerb stand unter der Schirmherrschaft der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und wurde von der QS-GmbH, der R+V Versicherung und der WIBank unterstützt.

Kontakt:


Barbara Meyer (Fachliche Koordination)

Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e. V. (KTBL)

Bartningstraße 49, 64289 Darmstadt

Telefon: 06151 7001 – 147, E-Mail: B.Meyer@ktbl.de

Erwin Tönges

Georg-August-Universität Göttingen, Department für Nutztierwissenschaften, Fachgebiet Tierzucht und Tierhaltung

Albrecht-Thaer-Weg 3, 37075 Göttingen

Tel.: 0551 39 – 25615, E-Mail: etoenge@gwdg.de

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