20. März 2020


Kritik an Umgestaltung der GAP

Schnelles und effektives Handeln erwarten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa von der EU im Rahmen ihrer Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). In einem Positionspapier, an dem auch Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) beteiligt waren, bewerten sie die aktuellen Reformvorschläge der EU-Kommission als unzureichend. Mehr als 3.600 Forscherinnen und Forscher haben dieses Papier unterzeichnet. Weder die angestrebten Klima- und Naturschutzziele noch wesentliche soziale Ziele der EU Agrarpolitik würden so erreicht. Milliarden Euro von Steuergeldern würden ineffektiv eingesetzt – wider besseren Wissens. Die Forscher schlagen zehn Maßnahmen für eine nachhaltige und gerechte Landwirtschaft vor.

Photo by Jannis Knorr on Pexels.com

21 Ökologen, Ökonomen und Agrarwissenschaftler hatten – koordiniert von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Rostock das Positionspapier verfasst und im Herbst 2019 als Petition ins Internet gestellt. Über 3.600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen 27 EU- und 36 weiteren Staaten haben das Papier seitdem unterschrieben. Eine weiterentwickelte Version des Textes erschien nun in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift People and Nature

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Molekulare Pflanzen-Landkarte

Pflanzen sind für das Leben auf der Erde unerlässlich. Sie liefern die Nahrung für praktisch alle Lebewesen, den Sauerstoff zum Atmen, und sie regulieren das Klima des Planeten. Proteine haben eine Schlüsselstellung bei der Steuerung der Lebensvorgänge in Pflanzen. Unter der Federführung der Technischen Universität München (TUM) hat ein Wissenschaftsteam nun rund 18.000 der in der Modellpflanze Arabidopsis thaliana vorkommenden Proteine kartiert.

Ackerschmalwand / thale cress 
Mit der Kartierung von über 18.000 Proteinen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUM ein umfangreiches Nachschlagewerk für die populäre Modellpflanze Arabidopsis thaliana herausgebracht, das über die Online-Datenbank „ProteomicsDB“ frei zugänglich ist. 
Bildquelle: TUM

Jede Zelle eines Organismus enthält die komplette genetische Information, den „Bauplan“ eines Lebewesens, verpackt in der Abfolge der so genannten Nukleotidbausteine der DNS. Doch wie entstehen daraus so unterschiedliche Gewebe wie ein Blatt, das über die Photosynthese Lichtenergie in chemische Energie umwandelt und Sauerstoff produziert oder eine Wurzel, die Nährstoffe aus dem Boden aufnimmt?

Die Antwort darauf liegt in dem Proteinmuster der Zellen des jeweiligen Gewebes. Proteine sind die wichtigsten Akteure in jeder Zelle. Sie sind Biokatalysatoren, leiten Signale innerhalb und zwischen Zellen weiter, bilden die Zellstruktur und vieles mehr.

„Für das Proteinmuster ist nicht nur bedeutend, welche Proteine in einem Gewebe vorkommen, sondern vor allem in welchen Mengen“, erklärt Bernhard Küster, Professor für Proteomik und Bioanalytik an der TUM. So finden sich Proteine der Photosynthese-Maschinerie zum Beispiel vor allem in Blättern, aber in nur tausendfach geringerer Menge auch in Blüten und Samen.

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Auf die Gelatine, fertig, los!

Wie verteilen sich Metallfragmente aus Jagdbüchsengeschossen in Wildfleisch? Um dies herauszufinden, wenden Forscherinnen und Forscher des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) eine für die Lebensmittelforschung ungewöhnliche Methode an. Am Beschussamt Ulm wurde mit Beteiligung der Deutschen Versuchs- und Prüfanstalt für Jagd- und Sportwaffen e.V. (DEVA) mit Jagdbüchsengeschossen auf Gelatineblöcke mit unterschiedlicher Größe geschossen. Das Verfahren kommt aus der Ballistik bzw. Kriminalistik. Hier nutzt man Gelatine und (ballistische) Seife in unterschiedlicher Blockgröße als Simulanzien für Gewebe.

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Mit den Versuchen will das BfR einerseits ermitteln, welche Blockgröße geeignet ist, um repräsentative Untersuchungen zu erlegungsbedingten Metallgehalten in Wildfleisch zu etablieren. Andererseits ist das Ziel, die Versuchsdurchführung hinsichtlich der Wirksamkeit von Jagdgeschossen (Energieabgabe pro Zentimeter Eindringtiefe) zu standardisieren, um Ergebnisse national und international vergleichen zu können. Erste Videos zu diesen Versuchen (High-Speed-Aufnahmen) hat das BfR nun auf seiner Homepage veröffentlicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung wird die Versuche mit Gelatine fortsetzen und auf ballistische Seife ausdehnen. Dabei werden Jagdbüchsengeschosse genutzt, die zu den häufig bei der Jagd verwendeten Geschossen zählen.

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In aller Munde …

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Nach dem Ausbruch der Atemwegserkrankung COVID-19 durch eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) und der daraus resultierenden Epidemie in verschiedenen Regionen Chinas breitet sich das Virus derzeit auch in Deutschland und Europa aus. Verunsicherte Verbraucherinnen und Verbraucher haben beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) angefragt, ob das Virus auch über Lebensmittel, importierte Produkte wie Kinderspielzeug, Mobiltelefone, Gegenstände wie Türklinken, Werkzeuge etc. sowie Geschirr und Besteck auf den Menschen übertragen werden kann. Vor diesem Hintergrund hat das BfR die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema zusammengefasst.

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