3. April 2020


Moorwiedervernässung und Klimagase

Die positiven Klimaeffekte von Moorwiedervernässung werden durch das langfristige Einsparen von Kohlendioxid bestimmt. Das zeigt ein Forschungsteam der Universitäten Rostock und Greifswald mit dem Artikel „Prompt rewetting of drained peatlands reduces climate warming despite methane emissions” in der Fachzeitschrift „Nature Communications“. Weltweit sei deshalb schnelles Handeln zur Wiedervernässung von Mooren nötig. Je länger damit gewartet werde, desto größer sei der Klimaschaden.

Photo by Akil Mazumder on Pexels.com

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass der Klimaeffekt von bewirtschafteten Mooren vor allem durch Kohlendioxid bestimmt wird, nicht durch Methan. Methan hat am Anfang zwar eine stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid, verschwindet aber auch wieder relativ schnell aus der Atmosphäre. Im Gegensatz dazu reichert sich Kohlendioxid immer mehr in der Atmosphäre an. Deswegen sind der Umfang der Entwässerung sowie der Zeitpunkt der Wiedervernässung eines Moores entscheidend für den Klimaeffekt. Zu diesem Ergebnis kommt das Team durch die Analyse der weltweit einzigartigen Datensammlung zu Moorflächen und Landnutzung in der „Globalen Moor-Datenbank“, die am Greifswald Moor Centrum geführt wird. Auf dieser Grundlage untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer Simulation die Auswirkungen verschiedener Nutzungsszenarien. Dabei berechneten sie die Menge und Klimawirkung der einzelnen abgegebenen Treibhausgase in der Atmosphäre in Jahresschritten bis zum Jahr 2100. Dabei zeigte sich: Um eine weitere Klimaerwärmung aufzuhalten, müssten alle Moore der Welt so schnell wie möglich wiedervernässt werden. 

Weitere Informationen:


Evolution der Tapire und Pferde

Im früheren Braunkohleabbaugebiet im Geiseltal westlich von Merseburg in Sachsen-Anhalt wurde im vergangenen Jahrhundert eine riesige Zahl außergewöhnlich gut erhaltener Tierfossilien geborgen. Sie geben der Paläontologie einen einzigartigen Einblick in die Evolution der Säugetiere vor 47 Millionen Jahren. […] Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht.

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Ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Márton Rabi von der Universität Tübingen und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat entdeckt, dass die Körpergröße zweier Säugetierarten sich in gegensätzliche Richtungen entwickelte.

„Am Anfang haben wir uns vor allem für die Evolution der Urpferde interessiert, die ungefähr die Größe eines Labradors hatten. Von ihnen gibt es besonders viele unter den Geiseltal-Fossilien“, sagt Rabi. Die Forscher gingen zunächst davon aus, dass es mehrere Arten früher Pferde gegeben hat. „Wir stellten jedoch fest, dass es sich nur um eine einzige Art handelt, deren Körpergröße mit der Zeit deutlich abnahm“, erklärt Rabi. Das Forschungsteam wollte wissen, ob diese Veränderung durch das Klima ausgelöst worden sein könnte, da frühere globale Warmphasen zu einer Reduktion der Körpergröße bei frühen Säugetieren geführt hatten.

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Backweizen trotzt salzigem Boden

Salt tolerant wheat
Wissenschaftler Dr Yusuf Genc (SARDI) und Dr Graham Lyons School of Agriculture, Food and Wine) mit dem MW293-Getreide.
Quelle: Pressemitteilung Universität Adelaide

Ein Forschungsprojekt der Universität Adelaide in Kooperation mit dem südaustralischen Forschungs- und Entwicklungsinstitut (SARDI) untersucht seit acht Jahren die Entwicklung von Salz-tolerantem Backweizen. Das Potential der Adaption des Weizens soll ausgeschöpft werden, um in Gegenden salzigen bzw. natriumreichen Böden Getreide anzubauen. Die neuentwickelte Sorte MW#293, von den verantwortlichen Wissenschaftlern „golden rose“ getauft, nimmt große Mengen Salz in die Blätter auf und zeigt dennoch hohe Erträge. Das steht im Gegensatz zu der gängigen Theorie, dass eine Toleranz gegen Salz eine hohe Salzaufnahme ausschließt.
 
Das Kreuzungsprodukt aus Mace/14909 soll nun endlich aus dem Labor raus aufs Feld gebracht werden, um dort getestet zu werden. In Laborversuchen soll „golden rose“ die Sorte Mace sowohl auf salzigen als auch unter nicht-salzigen Bedingungen bezüglich der Leistung geschlagen haben.

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