26. Juni 2020


Zitronensäure in der Gülle?

Ein Forscherteam der Hochschule Osnabrück prüft den Einsatz eines lebensmitteltauglichen Produktes, um die Stickstoff-Emissionen aus dem Schweinestall und bei der Dünger-Ausbringung zu reduzieren. Erste Ergebnisse zeigen, wie gut es funktioniert. 

„Die Luft ist rein“ – diesen Satz wird Prof. Dr. Hans-Werner Olfs von der Hochschule Osnabrück auch am Ende seines Forschungsprojektes wohl nicht sagen können. Doch sie enthält deutlich weniger Ammoniak, wenn das von ihm und seinem Team im Schweinestall und auf dem Feld angewendete Produkt auf Basis von Zitronensäure wirkt. Das Forschungsprojekt „AmmonMind“ wird von der Europäischen Innovationsgemeinschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ (EIP Agri) mit knapp einer halben Million Euro gefördert und in Kooperation mit Landwirt Detlef Kreye aus Großenkneten, dem Feldversuchsansteller plantus GbR und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen durchgeführt.

Gasförmiger Stickstoff in Form von Ammoniak entsteht im Schweinestall und beim Ausbringen der Gülle auf dem Acker. Diese Emissionen gilt es umfassend zu verringern, denn zum einen sollen die Tiere im Stall nur wenig davon einatmen. Zum anderen soll möglichst kein Ammoniak den Stall über die Abluft verlassen und dadurch in naturnahe Ökosysteme gelangen. Darüber hinaus lässt sich eine gute Düngewirkung für die Pflanzen nur erzielen, wenn der Stickstoff beim Ausbringen der Gülle nicht gasförmig verloren geht. 

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Familienmobilität auf dem Land?

Was benötigen Familien mit kleinen Kindern, um in Gemeinden auf dem Land nachhaltig mobil sein zu können? Dieser Frage sind das Institut für Verkehrswesen an der BOKU und das Mobilitätsforschungsinstitut FACTUM im Rahmen des Forschungsprojekts „ANFANG – Nachhaltige Familienmobilität“ nachgegangen.

Derzeit ist der Pkw im ländlichen Raum nach wie vor das dominante Verkehrsmittel, auch bei kurzen Wegen. Eine Detailauswertung der österreichweiten Mobilitätserhebung „Österreich Unterwegs“ zeigt, dass mehr als 75% der Begleitwege mit Kindern unter sechs Jahren mit dem Auto zurückgelegt werden. Obwohl es sich hierbei zum Großteil um Wege handelt, die kürzer als 5 km sind.

[…] Viele Familien sehen das Fahrrad zwar als beliebtes Verkehrsmittel, genutzt wird es aber im Alltag trotzdem wenig. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Angst vor dem Autoverkehr. Stark befahrene Straßen oder hohe Fahrgeschwindigkeiten der Kfz verleiden vielen das Radfahren in der Gemeinde. Selbst Tempo 30 km/h Zonen, die zur Reduktion der Geschwindigkeit beitragen sollen, werden als unsicher und nicht als Motivation zum Radfahren mit Kindern empfunden. Gleiches gilt in Analogie für das Zufußgehen.

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Aus Alt mach Neu!

Mögliche Alternative zu Kohle und Erdöl: Team der Uni Hohenheim erforscht Bioraffinerie-Verfahren, die pflanzliche Biomasse in hochmoderne Kohlenstoff-Materialien umwandeln.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Kohle und Erdöl zur Neige gehen. Eine unerschöpfliche Alternative könnten Pflanzenabfälle sein, die über spezielle Verfahren in hochwertige Kohlenstoff-Materialien umgewandelt werden. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien für die Herstellung derartiger Stoffe zu gewinnen, die dann zu kommerziellen Produkten verarbeitet werden können, ist das Ziel des von der Europäischen Union geförderten Projektes GreenCarbon. Oder vereinfacht ausgedrückt: „GreenCarbon untersucht Verfahren, um aus Biomasse interessante Produkte zu erzeugen“, fasst Prof. Dr. Andrea Kruse von der Universität Hohenheim in Stuttgart zusammen. Unter ihrer Leitung beteiligen sich seit 2016 Mitarbeiter des Fachgebietes Konversionstechnologien nachwachsender Rohstoffe an dem internationalen, multidisziplinären Forschungsprojekt. Mit einer Fördersumme von 500.000 Euro für die Universität Hohenheim stellt es ein Schwergewicht der Forschung dar.

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