24. Juli 2020


Neue Datierungsmöglichkeit für Holz

Durch die Zusammenarbeit von Holz-, Materialwissenschaftler*innen und Statistikern konnte unter Mitwirken der Universität für Bodenkultur Wien nach über 70 Jahren eine dritte Datierungsmethode neben der Jahrringanalyse und der Radiokarbonmethode im Fachjournal „Scientific Reports“ vorgestellt werden.

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Das Alter ist meist die erste Frage, die sich bei einem unbekannten Objekt von historischem oder archäologischem Interesse stellt. Egal, ob es sich um ein Bauwerk handelt, um prähistorische Siedlungsreste oder einen Baumstamm, der vor langer Zeit in einen See gefallen ist: Um den Fund in einen Zusammenhang mit anderen stellen zu können, muss man wissen, wie alt er ist. Derzeit gibt es zur Datierung von Holz zwei bewährte Methoden: Die Jahrringanalyse, bei der die Abfolge der Jahrringbreiten eines Baumes mit bestehenden Chronologien verglichen wird, und die Radiokarbonmethode – auch C14-Datierung genannt. Dabei wird der Zerfall des radioaktiven Kohlenstoffisotops 14C für die Altersbestimmung verwendet.

Die neue Methode basiert auf der molekularen Uhr, die unaufhörlich tickt, sobald die organische Substanz nicht regeneriert wird. Im Grunde kennen wir Menschen diese „Materialalterung“ von unserem eigenen Körper. Diese molekulare Veränderung mit der Zeit findet auch im Holz statt. Mit der Analysemethode der Infrarotspektroskopie kann sie einfach und rasch charakterisiert werden. Am Institut für Physik und Materialwissenschaft der BOKU wurde Kiefernholz aus mehreren Ländern Europas gemessen. Die Jahrringanalyse lieferte die Referenzwerte und durch komplexe statistische Modellierung konnte ein Datierungsmodell über 7500 Jahre erstellt werden, das Holz aus Mitteleuropa bis in die Arktis beinhaltet.

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Mobile Schlachtung für mehr Tierwohl

An der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU) wird an mobiler Schlachtung von Rindern geforscht. Diese soll durch den verminderten Stress durch Wegfall des Transportes zum Schlachthof zu mehr Tierwohl führen. In den Untersuchungen wurde das Stressverhalten von Rindern in Verbindung mit der Schlachtung auf kleinen mobilen Schlachthöfen auf dem eigenen Betrieb mit großen „gewöhnlichen“ Schlachtbetrieben verglichen. Über ein Jahr wurden Daten gesammelt und nun ausgewertet, neben den Beobachtungen der Tiere wurde auch dokumentiert, wie die Tiere z. B. beim Treiben behandelt wurden. Die Ergebnisse der Studie zeigten unter Anderem, dass die Frequenz aggressiven Verhaltens bei der mobilen Schlachtung signifikant geringer ist. Nennenswert ist, dass durch die Untersuchungen die Wichtigkeit des adäquaten Tierumgangs hervorgehoben werden, um den Stress vor der Schlachtung zu vermeiden.

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Pflanzen-basierte Ernährung erleichtern

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In Europa werden immer mehr pflanzliche Alternativen zu tierischen Produkten wie z. B. Fleisch, Eier oder Milch nachgefragt. Für viele Konsumenten gestaltet es sich jedoch schwierig, tierische Produkte komplett zu ersetzen, da es zu Mangelerscheinungen kommen kann. Die Universität in Aarhus erarbeitet daher in internationalen Kooperation an dem Projekt „V-Place“, um eine pflanzen-basierte Ernährung für Europäer zu vereinfachen. Dabei sollen Entscheidungen leichter gefallen werden können und es sollen Alternativen zugänglicher gemacht werden. „V-Place“ möchte den Konsumenten auf unterschiedliche Art und Weise zur Seite stehen. Zum einen sollen Informationen über Social Media Kampagnen, aber auch über informative Artikel geliefert werden.

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