7. August 2020


Insektensterben beeinträchtigt die Ernte

Die industrielle Landwirtschaft hat zur Folge, dass Insekten sterben. Durch das Ausbleiben von Insekten, die Blüten bestäuben, wird die Landwirtschaft benachteiligt. Unbestäubte Blüten bringen keine Früchte und damit keine Erträge für die Landwirte. Folge: die Nachfrage der Konsumenten kann nicht „gesättigt“ werden.

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Die US- und kanadischer Studie beobachtete den Einfluss des Insektensterbens auf nordamerikanischen Flächen mit Heidelbeeren, Äpfeln und Kirschen, sodass auf rund 130 Flächen Wildbienen, Honigbienen, aber auch andere bestäubende Insekten quantifiziert wurden. Im Vergleich konnte festgestellt werden, dass der Ertrag abhängig von der Menge an bestäubenden Insekten auf der jeweiligen Wiese abhängig ist. Darüber hinaus konnte beobachtet werden, dass die Erträge von Melonen, Kürbisse und Mandeln hingegen kaum vom Insektensterben beeinflusst werden.

Dennoch sei aber betont, dass es auf die Gesundheit der Pflanze ankäme. So fiele das „Fehlen von Insekten“ kaum auf, wenn die Pflanzen gesund waren und daher viele Blüten brachten. Bei schwachen Pflanzen könne auch ein großes Bienenvolk nicht viel helfen!

Die Studie vergleicht außerdem das Auftreten und die Leistung von Wild- und Honigbienen und trifft noch eine Aussage über den Wert der Ökosystemleistung. Alle weiteren Details sind dem Artikel der SZ (deutsch) oder der Original-Publikation zu entnehmen (englisch), jedoch weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass Wildbienenvölker besser – am besten durch Anbau von Wildblumen – geschützt werden sollten!

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Selbst-reparierende Wasserspeicher

Eine große Herausforderung erneuerbarer Energien ist ihre mittelfristige Speicherung. Einfache, kostengünstige Lösungen sind gefragt, damit zum Beispiel die Solarenergie vom Sommer auch im Winter genutzt werden kann. Dafür wird häufig mithilfe von Solarthermie-Anlagen Wasser erhitzt und dann in großen Becken im Boden gelagert- idealerweise hält so die gespeicherte Wärmeenergie bis in den Winter. Die Becken werden mit Folie ausgekleidet, um sie zu isolieren und damit das Wasser nicht verloren geht. „Wenn man sich die bisher umgesetzten Projekte anschaut, bemerkt man immer wieder dieselben Schwächen“, sagt Prof. Dr. Peter Bayer vom Institut für Geowissenschaften und Geographie der MLU. Häufig gehe Wasser und damit Wärme über schadhafte Stellen verloren.

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Bayer hat seine Forschung an saisonalen Wärmespeichern vom Institut für neue Energie-Systeme der Technischen Hochschule Ingolstadt nach Halle mitgebracht. Im Rahmen eines von der Volkwagen-Stiftung geförderten Projekts untersuchte sein Team, ob sich die Nachteile durch eine weitere Komponente in der Außenhülle des Wärmespeichers ausgleichen lassen: Paraffin. Den meisten ist es als Kerzenwachs bekannt, es wird aber auch bereits als sogenannter Latentwärmespeicher verwendet. Paraffin schmilzt bereits bei relativ geringen Temperaturen und nimmt dabei Wärme auf, die es beim Erstarren wieder abgibt. Außerdem ist es stark hydrophob, das heißt Wasser perlt daran ab. „Die Idee war, beide Eigenschaften des Materials zu nutzen“, sagt Bayer. Als Teil der Außenhülle von Wärmespeichern könnte Paraffin zum einen den Wärmeverlust verringern. Zum anderen könnte es einen Selbstheilungseffekt einbringen: „Wenn ein Riss in der Hülle entsteht, verflüssigt sich das Wachs und schließt so die entstandene Lücke.“

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Langfristige CO2-Speicherung im Boden

Böden spielen in der langfristigen Speicherung von CO2 und somit in dessen Reduktion in der Atmosphäre eine wichtige Rolle und tragen so zur Verlangsamung des Klimawandels bei. Um diese Mechanismen besser zu verstehen, hilft ein Blick in die kleinste Welt der Bodenmikroorganismen: Eine internationale und interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat nun erforscht, wie Mikroorganismen miteinander interagieren und so zu Kohlenstoffabbau und -speicherung in terrestrischen Ökosystemen beitragen. 

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Kohlenstoff, das wichtigste Element für alles Leben auf der Erde, zirkuliert im sogenannten Kohlenstoffkreislauf zwischen Atmosphäre, Ozeanen und Ökosystemen an Land. Während sich ein Kohlenstoffatom in der Atmosphäre im Durchschnitt nur drei Jahre aufhält, bevor es durch pflanzliche Photosynthese gebunden und in Biomasse umgewandelt wird, verweilt es in Landökosystemen im Durchschnitt für 23 Jahre, bevor es durch mikrobielle Zersetzung toter Biomasse wieder als CO2 in die Atmosphäre entweicht.

Bei dieser mikrobiellen Zersetzung toter Biomasse verbleibt jedoch ein Teil des Kohlenstoffs im Boden, wo er dann für sehr lange Zeiträume gebunden sein kann – in tieferen Bodenschichten wird die Verweildauer auf hunderte bis einige tausend Jahre geschätzt. Welche Mechanismen dafür verantwortlich sind, dass Kohlenstoff im Boden so effizient „zurückgehalten“ wird, ist eine hochaktuelle Frage und Gegenstand intensiver Forschung von Bodenwissenschafterinnen und -wissenschaftlern weltweit. […]

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„Zahl der Woche“ – Destatis

Kleines Schmankerl, wo doch gerade die Sonne so schön scheint …

Mehr Sonnenblumen: Anbaufläche wächst 2020 um 25 % im Vergleich zum Vorjahr

Weitere Details zu der Statistik erhaltet ihr in der Pressemitteilung von Destatis


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