18. September 2020

Genedierte Tiere, die Sperma eines anderen Zuchttieres produzieren

Gen-Edierung macht’s möglich – An der Washington State University wurde an männlichen Schweinen, Ziegen und Rindern geforscht, die statt des eigenen Spermas das von bestimmten Zuchttieren produzieren. Diese Ersatz-Väter sollen dazu beitragen, dass erwünschte Merkmale in der Tierzucht schneller in der Zuchtpopulation verbreitet werden. Auf diese Weise soll die Tierproduktion in Ländern vorangebracht werden, die sonst eingeschränkten Zugriff auf genetisches Material durch z. B. künstliche Befruchtung haben.

Diese Tiere wurden durch CRISPR-Cas9 genetisch ediert. Das Gen NANOS2, das für die männliche Fertilität verantwortlich ist, wurde in tierischen Embryonen ausgeschaltet, sodass die Tiere steril sind. Diese Embryonen wurden als die Ersatz-Väter aufgezogen. Damit die Tiere jedoch wieder Sperma – jedoch das der Zuchttiere – produzieren können, wurde den Tieren Stammzellen eines bestimmten Zuchttieres in die Testikel implantiert.

Es wurde bei Mäusen bereits mit Ersatz-Vätern gezüchtet. Bei den landwirtschaftlichen Nutztieren steht dies noch aus, es wurden jedoch schon Ersatz-Väter aufgezogen.

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Wiedervernässung von Mooren

Im Sommer 2018 trockengefallene Wasserfläche im Polder Zarnekow, einem der Untersuchungsstandorte. In den folgenden Wochen hat sich auf der Fläche rasch neue Vegetation angesiedelt und dabei effektiv Kohlendioxid gespeichert (Foto: GFZ/Mathias Zöllner).

Der Klimawandel stellt auch den Naturschutz vor neue Herausforderungen. Bei der Wiedervernässung von Mooren werden Ziele des Habitat- und Artenschutzes mit Klimaschutzzielen verbunden. Dabei gilt eine ausreichende Wasserversorgung als entscheidend, um eine weitere Degradierung des Torfes und damit verbundene CO2-Emissionen zu stoppen. Im Rahmen von WETSCAPES, einem Projekt der Landesexzellenzinititiative Mecklenburg -Vorpommern, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Entwicklung und Klimawirkung wiedervernässter Niedermoore. Basierend auf Langzeitbeobachtungen an zwei Untersuchungsstandorten konnten Forschende der Universität Rostock und des Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ nun ein detailliertes Bild über die Auswirkungen von Trockenheitsereignissen zeichnen. Die Studie zu den Auswirkungen der europaweiten Dürreperiode 2018 ist jetzt in einer Sonderausgabe der Zeitschrift Philosophical Transactions of the Royal Society B erschienen.


Während der Trockenperiode kam es, wie erwartet, zu erhöhten CO2-Ausgasungen aufgrund von Torfdegradierung. Allerdings hat das zeitweilige Sinken der Moorwasserspiegel auch die Vegetationsausbreitung rasant beschleunigt. Nachdem die Vegetationsentwicklung in beiden Mooren über Jahre stagniert hatte, wurden zuvor vegetationsfreie Bereiche nun innerhalb weniger Wochen nach dem Trockenfallen mit neuen Pflanzen besiedelt. Da die neue Vegetation zusätzliches CO2festlegt, konnte ein erheblicher Teil der trockenheitsbedingt erhöhten CO2-Ausgasungen kompensiert werden.

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Botanische Vielfalt auf Grasland durch angepasstes Management

Photo by Oliur Rahman on Pexels.com

Eine Studie der Aarhus Universität zeigt, dass bestäubende Insekten durch einen Mix an Pflanzen und angepasste Schnitte auf Graslandflächen mehr Nahrung bekommen. Es sei sehr wichtig, sich um diese Insekten, deren Ernährung und deren Vorkommen Gedanken zu machen, denn ein Großteil der Landwirtschaft beruht auf der Bestäubung durch eben diese. Die Zahl der vorkommenden Insekten ist durch eine Vielzahl von Gründen, wie Klimawandel, Parasiten, Habitatverlusten, gesunken, die steigende Intensität der Landwirtschaft in Europa und Nordamerika gehört auch dazu. Eine Lösung sei, die Diversität auf den Graslandflächen zu erhöhen, sodass sich die Pflanzen gegenseitig unterstützen können. Dies führe außerdem dazu, dass sich weniger Unkräuter auf den Flächen einfinden. Wichtig zu wissen ist, dass die Erhöhung der Anzahl an Pflanzenarten auf einer Fläche den Ertrag nicht senkt.

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