Podcast: Schon vor 200 Jahren geschätzt: alte Bäume als Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Eichen-Habitatbaum mit Spechthöhle und Konsolenpilzen (Quelle: Andreas Mölder)

Der Schutz alter Bäume als Lebensraum für Tiere und Pflanzen ist ein Konzept, das 200 Jahre alt ist – zu dieser überraschenden Erkenntnis kommen Wissenschaftler der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und der Universität Göttingen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Conservation Biology erschienen.

Alte Bäume können wahre Schatzkammern der Biodiversität sein. Häufig weisen sie eine große Krone und eine Vielfalt an besonderen Strukturen wie Höhlen, Faulstellen, absterbende Äste oder eine grobe Borke auf. Diese Strukturen bieten vielen seltenen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum, also ein Habitat – daher werden solche Bäume auch als Habitatbäume bezeichnet. Das Artenspektrum reicht von Höhlen bewohnenden Vögeln, Fledermäusen oder Käfern bis hin zu Pilzen, Moosen und Flechten. Ausgewählte Habitatbäume alt werden zu lassen, ist daher ein wesentlicher Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Mittlerweile ist ihr Schutz fester Bestandteil einer naturnahen Forstwirtschaft. Doch die so modern anmutende Idee des Schutzes von Habitatbäumen ist bereits 200 Jahre alt.

Unser Redaktionsmitglied Lena Rieseweber hat Erstautor Dr. Andreas Mölder der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, Abteilung Waldnaturschutz, zu einem Gespräch über die Studie getroffen.

Das Interview liefert Antworten zu folgenden Fragen:

Eichen-Habitatbaum im 19. Jahrhundert, ausgestattet mit verschiedenen Schlaf- und Brutkästen für Vögel und Fledermäuse. Lithographie von Paul Meyerheim aus dem Jahre 1865.

1) Herr Mölder – Sie haben zusammen mit Kollegen der Georg-August-Universität Göttingen untersucht, wie weit das Konzept des Schutzes von alten Bäumen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zurückliegt. Können Sie uns zunächst kurz erklären, wie es zu der Zusammenarbeit (mit der Uni bzw. Herrn Plieninger) gekommen ist? 

2) Welche Motivation lag hinter der Untersuchung und wie sind sie dabei vorgegangen? 

3) Können Sie bitte kurz zusammenfassen, zu welchen Ergebnissen Sie im Zuge Ihrer Studie gekommen sind? 

4) Alte Bäume werden im Zuge dessen häufig auch als „Habitatbäume“ bezeichnet. Können sie kurz erläutern, was genau sogenannte „Habitatbäume“ sind und warum sie so schützenswert sind? 

5) Nun konnten Sie in Ihrer Studie zeigen, dass das Konzept des Schutzes solcher „Habitatbäume“ schon 200 Jahre zurückliegt. – Doch seit wann genau und in welchem Maße werden solche Schutzmaßnahmen erstmals auch großflächig umgesetzt? 

6) Abschließend – Welche Quintessenz können Sie aus den Ergebnissen der Studie ableiten und lassen sich hierbei eventuell auch Maßnahmen ableiten wie weitere Naturschutzkonzepte dauerhaft erfolgreich umgesetzt werden können?

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