8. Januar 2021


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Zuerst einmal: Frohes neues Jahr! 🎉

Wir hoffen, dass ihr besinnliche Tage mit euren Liebsten verbringen konntet und gut ins neue Jahr gekommen seid. Auch im neuen Jahr werden wir euch mit interessanten Neuigkeiten rund um die Agrarwissenschaften versorgen – wie hier in unserem Forschungsfreitag. Außerdem erwarten euch weitere AgrarDebatten.vorOrt-Veranstaltungen, die euch zum Diskutieren von kontroversen Themen der Agrar-Welt anregen.

Seid gespannt!


Weiter geht’s: Pflanzenvielfalt sinkt!

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In Deutschland findet ein schleichender Verlust der Artenvielfalt statt. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Bestand zahlreicher weit verbreiteter Arten im Durchschnitt um 15 Prozent zurückgegangen. Das geht aus der bislang umfassendsten Auswertung von Pflanzendaten aus Deutschland vor, die heute im Fachjournal „Global Change Biology“ erscheint. 29 Millionen Daten zur Verbreitung von Gefäßpflanzen flossen in die Analysen ein, die vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) koordiniert wurden. Beteiligt waren daneben die Universitäten in Halle, Jena und Rostock sowie das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN).

In der Fläche ist über ganz Deutschland ein Rückgang der Artenvielfalt um rund zwei Prozent pro Jahrzehnt zu verzeichnen. Zu den Verlierern zählen insbesondere Archäophyten. Das sind Arten, die durch den Menschen, aber bereits vor der Entdeckung Amerikas nach Deutschland gelangten. Dazu gehören unter anderem große Teile unserer Ackerbegleitflora, wie die Saat-Wucherblume und der Echte Frauenspiegel, aber auch Arten wie der Große Klappertopf und der Gute Heinrich. Dagegen konnten sich viele Neophyten, also Arten, die nach 1492 Deutschland erreicht haben, ausbreiten, wie zum Beispiel das Drüsige Springkraut oder das Schmalblättrige Greiskraut. Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass selbst diese Zunahme die Verluste der Artenzahl pro betrachteter Flächeneinheit nicht ausgleichen konnten.

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Klimafreundlicher Städtebau

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75-80 Prozent aller CO2-Emissionen entstehen in Städten. Eine Studie hat jetzt am Beispiel der Stadt Rostock die Klimawirkung von Flächennutzungen im urbanen Bereich bilanziert. Demnach können urbane Waldflächen größere CO2-Mengen aufnehmen, allerdings reichen schon kleine Flächen trocken gelegter Moore aus, um diese CO2-Senke aufzuzehren. Die Autorinnen der Studie schlagen Maßnahmen vor um Klimaschutzbelange bei der Ausweisung von Bauland stärker zu berücksichtigen. […]

Die Autorinnen der Studie sind sich einig: Am effektivsten lassen sich Klimaschutzbelange in Städten durch die Umsetzung technischer Maßnahmen etwa im Bereich Siedlung und Verkehr realisieren. Dort, wo Menschen dicht an dicht wohnen, wo sie wirtschaften und mobil sind, wird das meiste CO2 aus der Verbrennung fossiler Energien freigesetzt. Dennoch: „Klimaschutz ist eine Querschnittssaufgabe und muss in allen Politikfeldern verankert werden“, konstatiert Ulrike Huth, Mitarbeiterin am Rostocker Amt für Umwelt- und Klimaschutz. Für die kommunale Flächenplanung hieße das konkret: Der Schutz von Mooren und Waldflächen vor Bebauung, mehr Bäume im Innen- und Außenbereich von Städten sowie eine generell flächensparende Bauweise um den Druck auf klimarelevante Ökosysteme zu mindern. Diese Maßnahmen senken nicht nur die CO2-Emissionen, sie zahlen sich auch für Stadtbewohner aus: durch ein verbessertes Stadtklima, saubere Luft und mehr Artenvielfalt.

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Geschmäcker sind verschieden

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In einer Studie der Universität Kopenhagen wurden die Geschmacksknospen verschiedener Ethnien untersucht. Getestet wurde der Geschmack von Rosenkohl, Brokkoli und dunkler Schokolade. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass die Dänen den bitteren Geschmack nicht so gut schmecken können wie die chinesischen Probanden es taten. Die unterschiedliche Menge an bestimmten Geschmacksknospen ließ Wissenschaftler auf diesen Zusammenhang schließen. Es seien aber noch weitere Untersuchungen notwendig, um Rückschlüsse auf die Bevölkerung machen zu können. Dabei spiele unter Anderem eine größere Stichprobengröße eine entscheidende Rolle. Zur Untersuchung der Zunge wurde künstliche Intelligenz verwendet, die es in dieser Form noch nicht gab. Interessant sei, dass der Geschmack auch von der Beschaffenheit der Zunge abhinge, die durch die Ethnie beeinflusst werde.

Auch die Kultur sei nicht entscheidend für einen sensiblen Geschmack, sondern auch für die Vorliebe von bestimmten Mahlzeiten. Während die Dänen lieber Mahlzeiten zu sich nehmen, die stark zerkaut werden (z. B. Karotten), präferieren Chinesen eher Mahlzeiten, bei denen die Kauaktivität vergleichsweise gering ist. Die Zungenform sei bei dem Geschmack aber nicht wichtig, fand die Studie heraus.

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Und zu guter Letzt: Trächtigkeitstest via Milch

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Um die Trächtigkeitsuntersuchung (TU) zu vereinfachen, wurde ein Test zur Untersuchung der gemolkenen Milch herausgebracht. Betriebe des Landes­ku­ra­to­ri­um der Er­zeu­ger­rin­ge für tie­risch­e Ver­e­de­lung in Ba­yern e.V. (LKV) können nun ohne großen Aufwand, den Test einer Milchprobe anfordern. Wie der Test funktioniert, erfahrt ihr anhand der folgenden Links.

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😊

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