24. September 2021


Wie Pflanzen Phosphat erkennen

Phosphat ist ein essenzieller Nährstoff für alle Lebewesen. Gleichzeitig sind seine Ressourcen auf der Erde begrenzt und nicht erneuerbar – Schätzungen zufolge können die zur Herstellung von Düngern geeigneten Phosphatvorkommen in den kommenden 300 Jahren aufgebraucht sein. Wenn von Phosphat die Rede ist, dürfte aber noch ein weiteres Problem in einigen Köpfen auftauchen: In der Landwirtschaft eingesetztes Phosphat kann durch seine Weitergabe in Gewässer dazu führen, dass aquatische Ökosysteme, also Flüsse, Seen und Ozeane, akut bedroht werden. Der Grund: Ein erhöhter Nährstoffgehalt in den Gewässern, Eutrophierung genannt, kann zu übermäßigem Algenwachstum und schließlich zu Sauerstoffmangel in den Ökosystemen führen. […]

Weitestgehend unbekannt sind bisher die genauen Mechanismen, mit denen Pflanzen und andere Organismen erkennen, ob Phosphat in ausreichender Menge vorliegt oder ob sie Phosphat aufnehmen und mobilisieren müssen. Forschende entdeckten vor einiger Zeit, dass Pflanzen Phosphat nicht direkt wahrnehmen, sondern indirekt mithilfe des Signalmoleküls InsP8 aus der Stoffgruppe der Inositolpyrophosphate. Sogenannte SPX-Proteine helfen dabei. „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Inositolpyrophosphate wie InsP8 indirekt den Gesamtzustand des Pflanzenphosphats anzeigen“, sagt Dr. Ricardo Giehl vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK)

Weitere Informationen findet ihr in der Pressemitteilung der Universität Bonn.


Optihuhn – Geflügelhaltung in Mobilställen

Die Geflügelhaltung in Mobilställen ist in den letzten zehn Jahren erheblich ausgeweitet worden. Diese Haltungsform ist insbesondere hinsichtlich der stärkeren Realisierung des Tierwohls sowohl im Bereich der Land- und Agrarwirtschaft, aber auch gesellschaftlich in der Verbraucherschaft anerkannt. Dennoch zeigen sich einige Problematiken.

Ausgehend von einem gegebenermaßen zentralen Stallbereich werden die angeschlossenen Ausläufe von den Tieren meist nur in der Nähe des Stalles genutzt. Dies führt so zu einem unverhältnismäßig hohen Nährstoffeintrag in diesen Bereichen. Damit wächst die Kontaminierung dieser Bereiche mit Krankheitserregern jedweder Art sehr stark. Es entsteht ein starker und permanenter Infektionsdruck. Die Tiergesundheit und das Tierwohl leiden unter dieser Situation. Auch aus wasserwirtschaftlichen Gründen und hinsichtlich grundsätzlicher Betrachtung und Bewertung von Nährstoffflüssen ist dieser Sachstand nicht tragbar.

[…] Diese Problematiken sollen durch ein innovatives Stall- und darin integriertes Beweidungskonzept gelöst werden. Das zu entwickelnde Stallkonzept sieht einen Stallbereich im Zentrum einer kreisförmigen Anlage vor. Um dieses wird ein mobiler Auslaufsektor mit Gestaltungs- und Serviceelementen (Fütterung, Tränke, Prädatorenschutz) installiert, der periodisch mit geringem Aufwand um das Zentrum rotierend versetzt werden kann.

Weitere Details findet ihr in der Pressemitteilung der Universität Kassel!


Frauen in der Landwirtschaft können Führung

Der Frauen- und Männeranteil unter den Beschäftigten unterscheidet sich je nach Wirtschaftszweig stark. So liegt beispielsweise der Anteil der Frauen in Gesundheitsberufen bei 82 Prozent und in den Bau- und Ausbau Berufen bei nur sieben Prozent. In der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau liegt der Anteil weiblicher Beschäftigter bei 33 Prozent. Frauen in den Führungspositionen sind dabei deutlich unterrepräsentiert. Über alle Branchen in Deutschland hinweg sind fast die Hälfte der Beschäftigen Frauen aber bei den Führungspositionen machen Frauen nur etwa ein Viertel aus. „Das Agribusiness zeigt dabei keine gravierenden Unterschiede zu anderen Wirtschaftsbereichen in Bezug auf die Anteile von Frauen in Führungspositionen“, betont Loy. „Nur jede fünfte Frau in der Land- und Forstwirtschaft sowie in den Gartenbauberufen ist eine Führungskraft.“

Ein positiver Trend zeige sich allerdings bei den Betriebsleitungen: Im Altersbereich über 45 Jahren liegt der Anteil der Betriebsleiterinnen knapp unter zehn Prozent. In der jüngeren Gruppe der 25- bis 34-Jährigen liegt der Anteil hingegen bereits bei 14,4 Prozent. „Das könnte darauf hindeuten, dass der Frauenanteil in Zukunft steigen wird“, berichtet Jens-Peter Loy.

Weitere Informationen lest ihr in der Pressemitteilung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

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